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Musawwarat es Sufra, gelegen im Wadi es Sufra ca. 150 km nordöstlich von Khartoum, ist eine ausgedehnte Ruinenstätte der meroitischen Epoche (ca. 270 v. Chr. bis 350. n. Chr.).

Das Zentrum von Musawwarat ist die Große Anlage, ein einzigartiges Sakralensemble, dessen drei Tempel, partiell auf Terrassen stehend, von einem Labyrinth miteinander verbundener Höfe, Durchgänge und Rampen umgeben sind. Bis heute trotzen die Ruinen dem Zerstörungswerk der täglichen Hitze, den sandigen Winden und den Wasserfluten der Regenzeit.

Unweit der Großen Anlage befindet sich der Tempel des Löwengottes Apedemak. Er wurde 1969/70 zum Abschluss des ersten Grabungs- projektes der Humboldt-Universität in Musawwarat vollständig wiedererrichtet. Sein reicher Reliefschmuck ist heute der Erosion besonders ausgesetzt. 

 

 

Der Große Hafir von Musawwarat ist ein künstliches Wasserreservoir von 200 m Durchmesser - und damit das größte Bodendenkmal des Sudan. Akut von Zerstörung bedroht, stellt seine Untersuchung und Dokumentation besondere Ansprüche an die Archäologie.

Deshalb fließt der größte Teil der finanziellen Mittel der SAG in Erhaltungsarbeiten im Sudan. Durch einen Kooperationsvertrag mit dem Lehrbereich Ägyptologie und Archäologie Nordostafrikas der Humboldt-Universität zu Berlin ist es der SAG möglich, auf dem Altertümerplatz von Musawwarat es Sufra aktiv zu werden.

Schon 1993 hatte es eine erste Aufnahme der vielfältigen Schäden an der Großen Anlage gegeben, 1995 wurde eine großflächige Beräumung des Geländes unternommen, seit 1996 werden systematisch Restaurierungsarbeiten von der SAG finanziert. In den letzten Jahren konzentrierten sich diese Arbeiten auf den sogenannten Komplex 300, eine Folge von Höfen und den Tempel 300, im Eingangsbereich der Großen Anlage. Jedes Jahr werden dort schrittweise eingestürzte Mauern rekonstruiert und gefestigt, Mauerdurchbrüche verschlossen, Sanddünen beräumt und Möglichkeiten für den Wasserabfluss zur Regenzeit geschaffen.

 

Rezente Projekte in Musawwarat: