PDF Drucken E-Mail

 

Die Sudanarchäologischen Gesellschaft zu Berlin e. V. (SAG) wurde am 23. September 1993 gegründet. Nach ersten Projekten und Unternehmungen hat sich seit der Mitte der 90er Jahre eine kontinuierliche und zielstrebige Arbeit der SAG im Nordsudan entwickelt. Entsprechend ihrer Ziele, sowohl die Kenntnis der antiken Kulturen des mittleren Niltals zu verbreiten als auch bedrohte Altertümer im Sudan zu erhalten, bildeten sich zwei Aktivitätsschwerpunkte heraus: die Informationsarbeit sowie die Restaurierung und Bewahrung der Altertümer.

Copyright: SAG e.V.

 

 

 

Im Zentrum der Arbeiten stand und steht dabei der Fundplatz von Musawwarat es Sufra mit dem einzigartigen Sakral- ensemble der Großen Anlage in der Halbwüste der Keraba.

 

 

Bedingt durch die klimatischen Bedingungen der Region mit dem Wechsel von Regen- und Trockenzeit sind die Baudenkmäler dieser gewaltigen Anlage aus meroitischer Zeit besonders bedroht. Der in jüngster Zeit stark zunehmende Tourismus ist eine weitere Ursache von Zerstörung, der durch die planmäßige Erschließung des Platzes für den Besucherverkehr vorzubeugen ist. Dieser Aufgabe hat sich die SAG gestellt und beteiligt sich seit 1995 durch die Bereitstellung finanzieller Mittel, aber auch durch die Teilnahme qualifizierter Mitglieder an den Arbeiten im Sudan.

In den letzten Jahren wurde das Arbeitsfeld der SAG erweitert. Neben Bildungsarbeit und Restaurierung rückte auch die archäologische Forschung in das Blickfeld. In Musawwarat es Sufra wurden u. a. Grabungen im Bereich der Hafire unterstützt und die SAG förderte von 2004 bis 2008 die Kampagnen der Humboldt University Nubian Expedition (H.U.N.E.) am 4. Nilkatarakt.